STAND 18. SEPTEMBER 2026 · KABINETT 6. JULI: HALTEFRIST SOLL AB 1.1.2027 FALLEN · REFERENTENENTWURF (UNVERÖFFENTLICHT): STICHTAG 31.12.2026, ALTBESTÄNDE BLEIBEN IM ALTEN REGIME · HAUSHALT 2027 IM AUSSCHUSS, SCHLUSSABSTIMMUNG ENDE NOVEMBER · PETITION 201716: 44.439 MITZEICHNUNGEN, BERATUNG IM PETITIONSAUSSCHUSS FOLGT · FAX ZURÜCK

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Isabelle Vandre

Die Linke · Listenmandat (BB) 2Krypto-Eindämmung

Bundesland
Brandenburg
Wahlkreis
WK 61
Finanzausschuss
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Haushaltsausschuss
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★ Position zur Krypto-Haltefrist

★ Eigene Aussagen belegt. Position zur Frist: Krypto-Eindämmung (Median 2 / 10 (Spanne 1–3 über alle Aussagen), 10 Zitate aus 8 Quellen).

2026-09-11 · INTERVIEW · Wertung 2/10 · Auf Anfrage von BTC-ECHO (Artikel vom 11.09.2026, Josip Filipovic) schärft Vandre die Pressemitteilung vom 09.09. nach: Die Linke fordert, dass auch Gewinne aus bereits gehaltenen Beständen von der Haltefrist ausgenommen werden; ein Bestandsschutz für alle heute gehaltenen Coins mache die Abschaffung zum Papiertiger. Verweist auf den Antrag ihrer Fraktion (§20 EStG ab Verkündung, Wegzugsbesteuerung), behauptet, 2023 hätten weniger als drei Prozent der Krypto-Investoren ihre Gewinne versteuert, und nennt die Verlustverrechnung mit Aktiengewinnen einen „Riesenskandal“. Im selben Artikel weist Bitpanda den Lobby-Vorwurf zurück (Spenden Januar 2025 an CDU, CSU, SPD und FDP, ohne Bedingungen). Wertung 2 wie 09.09.: ausdrückliche Forderung nach Besteuerung der Altbestände.
„Wenn, wie im Entwurf von Finanzminister Klingbeil angekündigt, alle Coins, die jetzt schon gehalten werden, unter den Bestandsschutz fallen, profitierten diese Krypto-Anleger weiter von der Haltefrist. Und ihre Abschaffung wäre ein Papiertiger."

Quelle: https://www.btc-echo.de/news/krypto-haltefrist-vor-dem-aus-linke-wirft-klingbeil-kniefall-vor-der-lobby-vor-237463/ · Archiv

2026-09-09 · PRESSEMITTEILUNG · Wertung 2/10 · Pressemitteilung der Fraktion Die Linke vom 09.09.2026 (Vandre als Sprecherin für Finanzkriminalität der Fraktion), erste Reaktion einer Bundestagsfraktion auf die Berichte über den BMF-Referentenentwurf (WELT/SPIEGEL 08.09.2026). Nennt die Berichte „erschreckend“, Klingbeil sei „vor der Lobby eingeknickt“; stellt den 350 Millionen Euro des Entwurfs „von Expert:innen errechnete 12 Milliarden Euro“ gegenüber (die bekannte Hochrechnung, keine amtliche Zahl) und verweist auf Parteispenden eines Krypto-Handelsplatzes an CDU/CSU und SPD. Der Bestandsschutz mache Altanleger zu einer Gruppe mit „Extraprivilegien“, die Verlustverrechnung mit Aktiengewinnen schmälere die Einnahmen. Forderung der Fraktion: komplettes Ende des Bestandsschutzes und Besteuerung von Kapitalerträgen wie Arbeitseinkommen. Wertung 2 wie die Aussage vom 07.07.2026 (Besteuerung sofort mit Verkündung): schärfste Position im Bundestag, jetzt als offizielle Fraktionslinie in einer Pressemitteilung.
„Wir als Die Linke fordern ein komplettes Ende des Bestandsschutzes und eine gleiche Besteuerung von Kapitalerträgen wie Einkommen aus wirklicher Arbeit."

Quelle: https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/bmf-entwurf-zur-besteuerung-von-krypto-werten-lobby-laesst-die-champagnerkorken-knallen/ · Archiv

2026-07-07 · SONSTIGES · Wertung 2–3/10 · Diskussionsrunde der Frankfurt School of Finance am 07.07.2026, zur Bestandsschutz-Frage. Härteste Position der Runde: Ablehnung langer Übergangsfristen, neue Besteuerung soll unmittelbar mit Verkündung des Gesetzes greifen. Im weiteren Verlauf Verweis auf den Antrag ihrer Fraktion (Wegzugsbesteuerung für Krypto-Vermögen, Orientierung am niederländischen Box-3-Modell mit Besteuerung unrealisierter Gewinne, Handelsverbote für Proof-of-Work-Coins). Wertung 2: Eindämmungs-Härte über die reine Frist-Abschaffung hinaus (keine Übergangsregelung, Vermögensbesteuerungs-Modell); die Verbots-Forderungen selbst sind über den Fraktionsantrag bereits separat erfasst.
„Sofort mit Verkündung sollten die Maßnahmen dann auch gelten."
„Ich find's auch nicht wirklich argumentierbar, wenn man eine Einkommensteuer auf ganz normale Arbeit erhebt und eben auf Kryptowerte nicht."

Quelle: https://www.blocktrainer.de/blog/bundestagsabgeordnete-diskutieren-ueber-die-geplante-krypto-steueraenderung

2026-05-07 · ANTRAG · Wertung 1/10 · Erstunterzeichnerin des Linken-Antrags „Kryptowerte streng regulieren und gerecht besteuern“ (BT-Drs. 21/5824 vom 07.05.2026). Vandre ist damit konsistent mit ihrer Rolle als Krypto-Sprecherin der Linken-Fraktion (vorher schon Erstunterzeichnerin der Linken-Kleinen Anfrage 21/1458 und des Entschließungsantrags 21/2631) wieder Erstunterzeichnerin. Der Antrag fordert Kryptowerte ab Stichtag der Gesetzesverkündung in §20 EStG (Abgeltungsteuer) und §6 AStG (Wegzugsbesteuerung) aufzunehmen und geht zugleich klar über die Frist-Frage hinaus: Forderung 4.c verlangt eine EU-Aufsichts-Befugnis, Handelsverbote für Kryptowerte mit „Proof-of-Work-Verfahren“ auszusprechen (trifft Bitcoin direkt), Forderung 4.d verlangt Identitätsfeststellungspflichten auch für selbstverwaltete „self-hosted“-Wallets. Wertung 1 (Krypto-Verbot) nach Bewertungssystematik: Forderung 4.c (PoW-Handelsverbots-Befugnis für die EU-Aufsicht) überschreitet die Grenze von Eindämmung zu Marktausschluss; 4.d (KYC für self-hosted Wallets) schließt den P2P-Ausweichweg. Damit qualitativ schärfer als der Vorgängerantrag Drs. 21/2631 (Wertung 2).
„Kryptowerte ab dem Stichtag der Gesetzesverkündung in den Katalog des §20 EStG (Einkünfte aus Kapitalvermögen) aufnimmt und der Wegzugsbesteuerung nach §6 AStG (Besteuerung des Vermögenszuwachses) unterwirft."

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/21/058/2105824.pdf · Archiv

2025-12-05 · PLENARREDE · Wertung 2–3/10 · Plenardebatte 21. Wahlperiode, 48. Sitzung, 5. Dezember 2025, zu den drei AfD-Anträgen (Bargeld, Bitcoin Drs. 21/2301, digitaler Euro).
„Deswegen sagen wir: Es darf keine rechtsfreien Räume für Krypto und Bitcoin geben. Geld und Währungen müssen Teil staatlicher Souveränität bleiben. Eine schleichende Privatisierung lehnen wir ab."
„Deswegen sage ich hier noch einmal: Der deutsche Sonderweg innerhalb der Europäischen Union muss endlich beendet werden. Auch Österreich hat inzwischen die Haltefristen für Kryptowährungen abgeschafft. Das muss auch in Deutschland endlich passieren. Sehr geehrter Herr Klingbeil, setzen Sie sich doch wenigstens einmal gegen Ihren Koalitionspartner durch, und bringen Sie ein Gesetz ein, mit dem die Haltefrist abgeschafft wird. Das würde im Übrigen auch Ihrem nächsten Haushalt guttun."

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btp/21/21048.pdf · Archiv

2025-11-06 · PLENARREDE · Wertung 3/10 · Plenardebatte 21. Wahlperiode, 37. Sitzung, 6. November 2025, zur Verabschiedung des DAC8-Umsetzungsgesetzes (Drs. 21/1937) und Linke-Entschließungsantrag Drs. 21/2631.
„Und ebenso beschämend ist es, dass wir zwar einerseits eine europäische Praxisangleichung umsetzen, andererseits aber an einem absurden Sonderweg festhalten, und zwar an der Beibehaltung der sogenannten Haltefristen. Heißt: Gewinne aus Kryptowährungen, die mehr als ein Jahr gehalten werden, sind steuerfrei. Uebrigens ein absurdes Ueberbleibsel aus einer Phase, in der der Kryptomarkt angekurbelt werden sollte und das leidenschaftlich durch Lindner im Namen seiner Krypto-Bros verteidigt wurde. Wir finden, diese Sonderregelung gehört dringend abgeschafft."

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btp/21/21037.pdf · Archiv

2025-11-04 · ANTRAG · Wertung 3/10 · Erstunterzeichnerin des Entschließungsantrags der Fraktion Die Linke (Drs. 21/2631) zum DAC8-Umsetzungsgesetz. Antrag fordert die Bundesregierung auf, die Mindereinnahmen durch die Krypto-Haltefrist zu quantifizieren und ggf. bis 30.06.2026 einen Gesetzentwurf zur Streichung der Haltefrist oder zur Einordnung von Kryptowerten als Finanzinstrumente nach §20 EStG vorzulegen. Erstunterzeichnung Pro-Abschaffung; mit der ausdifferenzierten Skala bewertet als Frist-Abschaffung (3) statt Krypto-Eindämmung (2), da der Antrag thematisch auf die Frist-Frage zielt und nicht Krypto-Regulierung über die Frist hinaus.
„Diese Regelung gilt es im Sinne einer Praxisangleichung innerhalb der Europäischen Union zu überprüfen. Zudem stellt sie eine ungerechtfertigte steuerliche Bevorteilung von Vermögenswerten in Kryptowährung dar."

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/21/026/2102631.pdf

2025-09-03 · KLEINE-ANFRAGE · Wertung 3/10 · Erstunterzeichner der Linken-Kleinen Anfrage 'Steueraufkommen aus Kryptowert-Transaktionen in Deutschland' (BT-Drs. 21/1458, 03.09.2025). Die KA argumentiert mit dem österreichischen Modell (Abgeltungsteuer 27,5 % seit 01.03.2022) als Beleg, dass eine 'klare steuerliche Erfassung' möglich ist; positioniert sich damit implizit pro Compliance-Verschärfung über das KStTG hinaus, was auf Frist-Abschaffung hinausläuft. Wertung 3 in Konsistenz mit der Linken-Antrag-Linie (Drs. 21/2631). Antwort der Bundesregierung in BT-Drs. 21/1707 vom 17.09.2025.
„Vor diesem Hintergrund ist nach Auffassung der Fragestellenden eine vollständige, nachprüfbare und differenzierte Darstellung des Steueraufkommens, der Fallzahlen und der Vollzugsergebnisse für die Jahre von 2021 bis 2024 zwingend erforderlich. Nur so lässt sich beurteilen, ob das KStTG ausreicht oder weitergehende gesetzliche und behördliche Maßnahmen notwendig sind."

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/21/014/2101458.pdf · Archiv

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