STAND 2. NOVEMBER 2026 · KABINETT 6. JULI: HALTEFRIST SOLL AB 1.1.2027 FALLEN · REFERENTENENTWURF SEIT 2.10. VERÖFFENTLICHT, AM 14. UND 28. OKTOBER NICHT IM KABINETT, LAUT SCHÄFFLER AUCH IM NOVEMBER NICHT: STICHTAG 31.12.2026, ALTBESTÄNDE BLEIBEN IM ALTEN REGIME; 13 VERBÄNDESTELLUNGNAHMEN SEIT 2.11. VERÖFFENTLICHT · HAUSHALT 2027 IM AUSSCHUSS, SCHLUSSABSTIMMUNG ENDE NOVEMBER · FAX ZURÜCK

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Thorsten Frei

CDU/CSU · Direktmandat 7Frist-Erhalt

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★ Position zur Krypto-Haltefrist

★ Eigene Aussagen belegt. Position zur Frist: Frist-Erhalt (7 / 10, Median über 4 Quellen (Spanne 6–7 über alle Aussagen); 4 Zitate aus 4 Quellen).

2026-10-02 · PRESSEAUSSAGE · Wertung 6/10
„Insgesamt gilt es bei diesem Thema sehr unterschiedliche Aspekte zu beachten. Die Bewertung ist nicht so eindeutig, wie Sie dies in Ihrer Mail darstellen. Diese Argumente werden wir in der Fraktion genauso wägen, wie wir auch dafür Sorge zu tragen haben, dass der Bundeshaushalt angemessen finanziert ist. Dafür muss man das gesamte Bild in den Blick nehmen und am Ende entscheiden, an welchen Stellen man Kompromisse eingeht und wo nicht.“

E-Mail-Antwort an einen Bürger (Datum geschwärzt, Bildschirmfoto vom 02.10.2026), veröffentlicht von Frank Schäffler auf X (02.10.2026, 15:03 Uhr; Empfänger geschwärzt); Absender laut Mailkopf und Signatur Thorsten Frei, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion. Frei schreibt, die Fraktion sehe eine Abschaffung „durchaus kritisch“, weil die Frist langfristige Anlage belohne und Spekulation unattraktiver mache; es gebe aber auch Sichtweisen, den Sonderstatus gegenüber Kapitaleinkünften zu verändern, mit dem Vorteil der Verlustverrechnung. Die Bewertung sei „nicht so eindeutig“, die Fraktion müsse auch für einen angemessen finanzierten Bundeshaushalt sorgen und entscheiden, wo sie Kompromisse eingeht; der Debatte in der Fraktion wolle er nicht vorgreifen. Abwägend ohne Festlegung, mit ausdrücklicher Offenheit für einen Kompromiss. Wertung 6 (abwartend). Keine Bestätigung durch das Büro; belegt über die Veröffentlichung mit Foto durch eine namentlich bekannte Person (wie Kiesewetter 03.10.2026).

Quelle: https://x.com/f_schaeffler/status/2106007066640851408 · Archiv

2026-05-12 · ABGEORDNETENWATCH-ANTWORT · Wertung 7/10
„Es gibt derzeit keine Entscheidung, die einseitig die bestehende 1-Jahres-Haltefrist bei Bitcoin infrage stellt. Ich persönlich würde einen solchen Weg sehr kritisch sehen.“

Antwort auf Bürgerfrage von Marek R. (02.05.2026), gestellt unmittelbar nach dem Klingbeil-Eckwertebeschluss vom 29.04.2026. Knappe Zwei-Satz-Antwort ohne eigene Argumentation und ohne ausdrücklichen Bezug auf den Eckwertebeschluss, aber inhaltlich klare Pro-Erhalt-Position: „würde einen solchen Weg sehr kritisch sehen“. Wertung 7 konsistent mit den beiden früheren AW-Antworten (01.04.2025 und 28.11.2025), in denen Frei die Pro-Erhalt-Linie mit Volatilität/Fiskal-Effekt/Altersvorsorge bzw. Systematik-Gleichklang Gold/Fremdwährung begründet hat - die Skala bewertet die Position, nicht den Argumentationsaufwand. Kein 8 oder höher: kein Fraktions-Statement, keine Erstunterzeichnerschaft, keine aktive Mobilisierung.

Quelle: https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/thorsten-frei/fragen-antworten/bleibt-die-1-jahres-haltefrist-bei-bitcoin-erhalten · Archiv

2025-11-28 · ABGEORDNETENWATCH-ANTWORT · Wertung 7/10
„Eine isolierte Abschaffung der Ein-Jahres-Frist allein für Kryptowährungen würde diese Systematik durchbrechen, ohne dass dafür ein überzeugender steuerpolitischer Grund erkennbar wäre. Aus meiner Sicht besteht daher kein Anlass, an der bewährten Regelung etwas zu ändern.“

Antwort auf Bürgerfrage von Arth A. (13.11.2025) zur erneuten Debatte über die 1-Jahres-Haltefrist bei Bitcoin. Frei (CDU, Chef des Bundeskanzleramts) verweist auf den systematischen Gleichklang im Steuerrecht (Gold, Fremdwährungsgeschäfte) und auf die DAC-8-Umsetzung. Klare Status-quo-Verteidigung der §23-EStG-Frist ohne aktive Mobilisierung, Wertung 7 (befürwortend, status-quo-bewahrend). Keine Erstunterzeichnerschaft, keine Plenarrede zum Thema, daher nicht 8 oder höher.

Quelle: https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/thorsten-frei/fragen-antworten/warum-gibt-es-schon-wieder-eine-debatte-ueber-die-1-jahres-haltefrist-bei-bitcoin-wie-waers-denn-damit-auch

2025-04-01 · ABGEORDNETENWATCH-ANTWORT · Wertung 7/10
„Zudem ist zu berücksichtigen, dass Kryptowährungen ein höchst volatiles Asset sind und das Gros der Anleger in diesem Bereich Verluste macht. Mit der nun vorgesehenen Verrechenbarkeit von Verlusten wäre die Besteuerung von Krypto-Werten im Rahmen der Abgeltungsteuer dauerhaft mit Steuermindereinnahmen verbunden. […] Menschen, die in Eigenverantwortung für ihre Altersvorsorge in Kryptowährungen investiert haben, sollen nun nach den diskutierten Wünschen ein knappes Drittel abgeben und damit um ihre Vorsorge gebracht werden.“

Antwort auf Bürgerfrage von Britta M. (30.03.2025) zur SPD-Forderung in den Koalitionsverhandlungen 2025, Krypto-Erträge in die Abgeltungsteuer zu überführen (was die einjährige Haltefrist faktisch beenden würde). Frei argumentiert gegen die Verschärfung mit drei Linien. Erstens Volatilität (Gros der Anleger macht Verluste), zweitens Fiskal-Effekt (dauerhafte Steuermindereinnahmen wegen Verlustverrechnung), drittens Altersvorsorge-Belastung kleiner Sparer. Sachlich-argumentativ, klar Pro-Erhalt der Frist ohne aktive Mobilisierung. Wertung 7, konsistent mit der späteren Antwort vom 28.11.2025. Die SPD-Forderung wurde später nicht in den Koalitionsvertrag aufgenommen, kehrt aber mit dem Eckwertebeschluss vom 29.04.2026 zurück.

Quelle: https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/thorsten-frei/fragen-antworten/abschaffung-der-jahresfrist-auf-krypto-gewinne · Archiv

2025-12-05 · FRAKTIONSLINIE CDU/CSU · REDE · Wertung des Dokuments 7/10
„Wir setzen uns als CDU/CSU hier beispielsweise weiterhin klar für die Beibehaltung der Einjahresfrist für steuerfreie Gewinne ein.“
Einordnung lesen (1631 Zeichen)

CDU/CSU-Hauptredner Lukas Krieger in der Plenardebatte am 05.12.2025 (PlPr 21/48) zum AfD-Antrag 21/2301: Die Union lehnt den Antrag ab, bekräftigt aber die Einjahresfrist; Berichterstatter Olav Gutting hat das bestätigt (BTC-ECHO 13.03.2026). Die Rede stammt aus der Zeit vor dem Eckwertebeschluss vom 29.04.2026, mit dem Bundesfinanzminister Klingbeil (SPD) die Abschaffung der Haltefrist angekündigt hat; die CDU/CSU hat im Kabinett zugestimmt. Stand 31. Oktober 2026 gibt es Fraktionsstatements vom Mai und August 2026 gegen die Abschaffung, aber keinen Fraktionsbeschluss zum Referentenentwurf. Belege: das Bürgerkontakt-Schreiben der Fraktion vom 06.05.2026 (veröffentlicht von Blocktrainer am 07.05.2026, ohne MdB-Unterschrift: blocktrainer.de ↗), die Stellungnahme der Fraktion an BTC-ECHO vom 08.05.2026 („kein Anlass, an der bewährten Regelung etwas zu ändern“: btc-echo.de ↗) und das Pressestatement der Fraktion gegenüber BTC-ECHO vom 28.08.2026 (die Frist sei „kein Privileg, sondern Teil der Systematik privater Veräußerungsgeschäfte“: btc-echo.de ↗). Zum Referentenentwurf vom 30.09.2026 hat sich die Fraktion als solche bisher nicht geäußert; einzelne Finanzpolitiker schon: Georg Günther am 06.10.2026 in der Börsen-Zeitung („für die Union“), Heiko Hain am 08.10.2026 zu Protokoll, Olav Gutting am 27.10.2026 mit der Ankündigung, den Entwurf im Bundestag abzulehnen.

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btp/21/21048.pdf · Archiv

★ Namentliche Abstimmungen zur Haltefrist

  • 8. Oktober 2026 · Grünen-Entwurf 21/5752: Haltefrist für Kryptowerte abschaffen: Nein (gegen den Grünen-Entwurf; sagt für sich nichts über die Haltung zur Frist, denn die SPD will die Abgeltungsteuer statt des persönlichen Steuersatzes, CDU/CSU und AfD wollen den Erhalt der Frist)
    Ergebnis: 132 Ja, 445 Nein, 0 Enthaltungen, 53 nicht abgegeben. Ja: alle 76 anwesenden Grünen, alle 54 anwesenden Linken sowie die Fraktionslosen Sieghard Knodel und Stefan Seidler. Nein: alle 198 anwesenden Abgeordneten der CDU/CSU, 112 der SPD, 134 der AfD sowie der Fraktionslose Jan Wenzel Schmidt. Kein Abgeordneter stimmte gegen seine Fraktion, keine Enthaltungen; nicht abgegeben: 10 CDU/CSU, 8 SPD, 16 AfD, 9 Grüne, 10 Linke. Diese Stimme wird angezeigt, aber nicht gewertet.
    Quelle: bundestag.de (PDF) · XLSX · Archiv · Plenarprotokoll · abgeordnetenwatch.de

Nur namentliche Abstimmungen sind je Abgeordnetem dokumentiert. Bei Abstimmungen per Handzeichen (etwa über den Linken-Antrag 21/5824 am 8. Oktober 2026) hält das Plenarprotokoll nur das Verhalten der Fraktionen fest. Wie Stimmen gewertet werden.

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