Markus Reichel
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★ Position zur Krypto-Haltefrist
★ Eigene Aussage belegt. Position zur Frist: Frist-Erhalt (7 / 10, Wert der Quelle; 1 Zitat aus 1 Quelle).
„Ich halte die einjährige Haltefrist für privat gehaltene Kryptowerte grundsätzlich für sinnvoll. Eine isolierte Abschaffung nur für Kryptowerte überzeugt mich steuerpolitisch nicht.“
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Antwort vom 05.10.2026 auf die Bürgerfrage von Thomas L. vom 24.09.2026, ob er sich in seiner Fraktion für den Erhalt der Frist einsetzt und wie er zu einem Bestandsschutz steht. Reichel (CDU, Landesliste Sachsen; Ausschüsse Digitales und Staatsmodernisierung sowie Arbeit und Soziales) beschreibt die Rechtslage nach §23 EStG mit der Bestätigung durch den Bundesfinanzhof und nennt die Haltefrist „kein speziell für Kryptowährungen geschaffenes Steuerprivileg, sondern Teil der Systematik des § 23 EStG“. Er hält fest, dass das Finanzministerium Änderungen vorbereite, ein vom Bundestag zu beratender Regierungsentwurf aber noch nicht vorliege, und dass der Grünen-Entwurf im Finanzausschuss mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD zur Ablehnung empfohlen wurde. Eine Änderung müsse „zunächst überzeugend beantworten, warum langfristig gehaltene Kryptowerte steuerlich anders behandelt werden sollen als andere private Wirtschaftsgüter“; die Bekämpfung von Steuerhinterziehung sei „nicht automatisch ein Argument dafür, langfristige private Anleger höher zu besteuern“. Sollte die Bundesregierung dennoch eine Änderung vorlegen, hält er „einen klaren Vertrauens- und Bestandsschutz für bereits erworbene Kryptowerte für notwendig“; die bekannt gewordene Ausnahme der Altbestände halte er für richtig. Eine Zusage zum Abstimmungsverhalten enthält die Antwort nicht; den am 2. Oktober veröffentlichten Referentenentwurf nennt sie nicht. Wertung 7 (Frist-Erhalt).
Quelle: https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/markus-reichel/fragen-antworten/werden-sie-sich-dafuer-einsetzen-dass-die-einjaehrige-haltefrist-nach-ss-23-estg-fuer-privat-gehaltene · Archiv
„Wir setzen uns als CDU/CSU hier beispielsweise weiterhin klar für die Beibehaltung der Einjahresfrist für steuerfreie Gewinne ein.“
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CDU/CSU-Hauptredner Lukas Krieger in der Plenardebatte am 05.12.2025 (PlPr 21/48) zum AfD-Antrag 21/2301: Die Union lehnt den Antrag ab, bekräftigt aber die Einjahresfrist; Berichterstatter Olav Gutting hat das bestätigt (BTC-ECHO 13.03.2026). Die Rede stammt aus der Zeit vor dem Eckwertebeschluss vom 29.04.2026, mit dem Bundesfinanzminister Klingbeil (SPD) die Abschaffung der Haltefrist angekündigt hat; die CDU/CSU hat im Kabinett zugestimmt. Stand 2. Oktober 2026 gibt es Fraktionsstatements vom Mai und August 2026 gegen die Abschaffung, aber keinen Fraktionsbeschluss zum Referentenentwurf. Belege: das Bürgerkontakt-Schreiben der Fraktion vom 06.05.2026 (veröffentlicht von Blocktrainer am 07.05.2026, ohne MdB-Unterschrift: blocktrainer.de ↗), die Stellungnahme der Fraktion an BTC-ECHO vom 08.05.2026 („kein Anlass, an der bewährten Regelung etwas zu ändern“: btc-echo.de ↗) und das Pressestatement der Fraktion gegenüber BTC-ECHO vom 28.08.2026 (die Frist sei „kein Privileg, sondern Teil der Systematik privater Veräußerungsgeschäfte“: btc-echo.de ↗). Zum Referentenentwurf vom 30.09.2026 hat sich die Fraktion als solche bisher nicht geäußert.
Quelle: https://dserver.bundestag.de/btp/21/21048.pdf · Archiv
★ Namentliche Abstimmungen zur Haltefrist
- 8. Oktober 2026 · Grünen-Entwurf 21/5752: Haltefrist für Kryptowerte abschaffen: Nein (gegen den Grünen-Entwurf; sagt für sich nichts über die Haltung zur Frist, denn die SPD will die Abgeltungsteuer statt des persönlichen Steuersatzes, CDU/CSU und AfD wollen den Erhalt der Frist)
Ergebnis: 132 Ja, 445 Nein, 0 Enthaltungen, 53 nicht abgegeben. Ja: alle 76 anwesenden Grünen, alle 54 anwesenden Linken sowie die Fraktionslosen Sieghard Knodel und Stefan Seidler. Nein: alle 198 anwesenden Abgeordneten der CDU/CSU, 112 der SPD, 134 der AfD sowie der Fraktionslose Jan Wenzel Schmidt. Kein Abgeordneter stimmte gegen seine Fraktion, keine Enthaltungen; nicht abgegeben: 10 CDU/CSU, 8 SPD, 16 AfD, 9 Grüne, 10 Linke. Diese Stimme wird angezeigt, aber nicht gewertet.
Quelle: bundestag.de (PDF) · XLSX · Plenarprotokoll · abgeordnetenwatch.de
Nur namentliche Abstimmungen sind je Abgeordnetem dokumentiert. Bei Abstimmungen per Handzeichen (etwa über den Linken-Antrag 21/5824 am 8. Oktober 2026) hält das Plenarprotokoll nur das Verhalten der Fraktionen fest. Wie Stimmen gewertet werden.
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