Georg Günther
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★ Position zur Krypto-Haltefrist
★ Eigene Aussagen belegt. Position zur Frist: Frist-Erhalt (7 / 10, Median über 5 Quellen (Spanne 6–8 über alle Aussagen); 11 Zitate aus 5 Quellen).
„Ein überzeugender Grund für einen Systemwechsel ist nicht erkennbar. Kryptowerte sind keine klassischen Wertpapiere. Sie haben keinen Emittenten, keinen Schuldner und keinen Anspruch auf Zinsen und Dividenden. Eine Gleichbehandlung mit klassischen Kapitalanlagen ist deshalb nicht automatisch sachgerecht. Hinzu kommt: Eine Abschaffung der Haltefrist würde gerade langfristiges Sparen steuerlich unattraktiver machen.“
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Rede in der Debatte über das CARF-Vertragsgesetz (Drucksache 21/7195, 99. Sitzung, Tagesordnungspunkt 25, später Abend des 8. Oktober 2026, Plenarprotokoll 21/99, S. 12448 f.); der Bundestag nahm das Gesetz mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken gegen die AfD an. Günther (CDU/CSU, Mitglied des Finanzausschusses, Berichterstatter seiner Fraktion zum CARF-Vertragsgesetz) wendet sich gegen den Systemwechsel des Referentenentwurfs; Alt- und Neubestände, Anschaffungsnachweise und Altverluste schüfen zusätzliche Komplexität für Bürger und Finanzverwaltung: „Steuertransparenz ja, aber keine Verschärfung um ihrer selbst willen. Bevor neue Belastungen beschlossen werden, müssen ihre Notwendigkeit, ihre Folgen und auch ihre technische Umsetzbarkeit überzeugend dargelegt werden.“ Wertung 8 (Verteidigung der Frist in einer Plenarrede). Den Kernsatz hatte er zwei Tage zuvor im Interview mit der Börsen-Zeitung vom 6. Oktober 2026 formuliert (eigene Einträge). Bis zur endgültigen Fassung des Protokolls (13. Oktober 2026) stand der Satz hier nach einem Videoausschnitt und dem Bericht von Blocktrainer.
Quelle: https://dserver.bundestag.de/btp/21/21099.pdf · Archiv
„Wir von der Union stehen diesem Vorhaben sehr kritisch gegenüber. Die einjährige Haltefrist ist seit Jahren Teil der steuerlichen Systematik für private Veräußerungsgeschäfte und eine wichtige Planungsgrundlage für Anleger. Einen überzeugenden Grund für einen Systemwechsel bei Kryptowerten sehen wir nicht. Die Union hat sich gegen eine pauschale Besteuerung von Kryptogewinnen mit der Abgeltungsteuer und gegen die Abschaffung der Haltefrist ausgesprochen.“
„Im Mittelpunkt stehen Gleichbehandlung und Vertrauensschutz. Wenn vergleichbare Vermögensgegenstände steuerlich unterschiedlich behandelt werden, braucht es dafür einen sachlichen Grund.“
„Entscheidend ist insgesamt ein verlässlicher und wettbewerbsfähiger Rechtsrahmen. Diesen sehe ich beim Gesetz zur Kryptosteuer nicht.“
Interview mit Angela Wefers, Börsen-Zeitung, online am 6. Oktober 2026 um 00:26 Uhr, am 7. Oktober unter neuer Adresse erneut veröffentlicht (Bezahlartikel). Günther (CDU/CSU, Mitglied des Finanzausschusses) spricht ausdrücklich für die Union: Sie lehne die pauschale Besteuerung von Kryptogewinnen mit der Abgeltungsteuer und die Abschaffung der Haltefrist ab; bei bereits erworbenen Kryptowerten dürften bestehende steuerliche Dispositionen nicht nachträglich belastet werden. Den Systemwechsel hält er auch persönlich für nicht überzeugend, die Aufkommensschätzung des Ministeriums (350 Millionen Euro bei vollem Ausbau) will er „mit Vorsicht behandeln“, vor einer Änderung solle der Gesetzgeber die ersten Erfahrungen mit den DAC8-Meldungen auswerten; Österreich habe 2024 rund 33,8 Millionen Euro aus der Kryptosteuer erzielt. Wertung 8: Ablehnung der Abschaffung im Namen der Fraktion, zwei Tage vor seiner Rede in der CARF-Debatte.
Quelle: https://www.boersen-zeitung.de/konjunktur-politik/einen-ueberzeugenden-grund-fuer-einen-systemwechsel-bei-kryptowerten-sehen-wir-nicht-2 · Archiv
„Liebe Kolleginnen und Kollegen von den Grünen und auch von den Linken, Sie verweisen regelmäßig auf angebliche Milliardeneinnahmen durch die Abschaffung der einjährigen Haltefrist. Die entscheidende Frage aus meiner Sicht lautet aber: Auf welcher belastbaren Datengrundlage beruhen diese Schätzungen? Mit dem Inkrafttreten von DAC8 zum 1. Januar dieses Jahres wurden umfassende Meldepflichten für Kryptodienstleister eingeführt. [...] Ich glaube, dass wir den Markt nicht mit vorschnellen Entscheidungen verunsichern sollten, bevor wir belastbare Erkenntnisse vorliegen haben.“
Plenarrede für die CDU/CSU-Fraktion in der 86. Sitzung am 25.06.2026 (PlPr 21/86, S. 10473 bis 10475) zu den Grünen-Anträgen 21/6644 und 21/6637 sowie dem Linken-Antrag 21/6645. Auf die Zwischenfrage von Max Lucks (12 Milliarden Euro laut Frankfurt School of Finance) antwortete Günther, er halte „die Zahlen, die Sie vorgetragen haben, nicht für belastbar“, man müsse „wirklich erst mal die Datenlage sondieren und dann schauen, welche weiteren Steuereinnahmen wir daraus generieren“. Wertung 6 (abwartend): kein Bekenntnis zum Erhalt, aber Ablehnung vorschneller Änderungen und der Aufkommensbehauptungen; passt zu seinen Wertungen 6 und 7 aus 2025.
Quelle: https://dserver.bundestag.de/btp/21/21086.pdf · Archiv
„Die geltende Regelung, Gewinne nach Ablauf der einjährigen Frist steuerfrei zu halten, folgt einer klaren Systematik. Sie gilt genauso bei Gold oder Fremdwährungen. Eine Sonderbehandlung nur für Kryptowährungen würde dieses System ohne erkennbaren Grund durchbrechen.“
„MiCA sorgt für klare Standards, für Transparenz, für Marktintegrität und für den Schutz der Anleger. Warum Sie diese Regeln als übertrieben darstellen, erschließt sich mir einfach nicht.“
„Persönlich teile ich durchaus die Ansicht, mal mutig zu sein und durch die Bundesrepublik beschlagnahmte Bitcoins langfristig zu halten.“
„Ich bin offen für eine sichere und transparente Anwendung beim Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Ihr Antrag bewirkt das nicht.“
PlPr 21/48 S. 5637 D. Verteidigt § 23 EStG (12-Monats-Haltefrist) gegen Forderungen nach einer Sonderbehandlung; klar pro Beibehaltung.
Quelle: https://dserver.bundestag.de/btp/21/21048.pdf · Archiv
„Ab dem 1. Januar 2026 schaffen wir mehr Transparenz in der Kryptowelt. Plattformen wie Börsen oder Wallet-Anbieter müssen künftig Transaktionen an die Finanzbehörden melden, ähnlich wie es Banken schon heute tun.“
„Deshalb verstehe ich aktuelle Bestrebungen der Linken und auch der Grünen nicht, dieses einfache Verfahrensrecht mit gesetzlichen Änderungen im Einkommensteuerrecht zu versehen und Anleger noch kurzfristig zum 1. Januar 2026 zu verwirren.“
PlPr 21/37 S. 4203 D. Begründung der Zustimmung zur DAC8-Umsetzung.
Quelle: https://dserver.bundestag.de/btp/21/21037.pdf · Archiv
★ Namentliche Abstimmungen zur Haltefrist
- 8. Oktober 2026 · Grünen-Entwurf 21/5752: Haltefrist für Kryptowerte abschaffen: Nein (gegen den Grünen-Entwurf; sagt für sich nichts über die Haltung zur Frist, denn die SPD will die Abgeltungsteuer statt des persönlichen Steuersatzes, CDU/CSU und AfD wollen den Erhalt der Frist)
Ergebnis: 132 Ja, 445 Nein, 0 Enthaltungen, 53 nicht abgegeben. Ja: alle 76 anwesenden Grünen, alle 54 anwesenden Linken sowie die Fraktionslosen Sieghard Knodel und Stefan Seidler. Nein: alle 198 anwesenden Abgeordneten der CDU/CSU, 112 der SPD, 134 der AfD sowie der Fraktionslose Jan Wenzel Schmidt. Kein Abgeordneter stimmte gegen seine Fraktion, keine Enthaltungen; nicht abgegeben: 10 CDU/CSU, 8 SPD, 16 AfD, 9 Grüne, 10 Linke. Diese Stimme wird angezeigt, aber nicht gewertet.
Quelle: bundestag.de (PDF) · XLSX · Archiv · Plenarprotokoll · abgeordnetenwatch.de
Nur namentliche Abstimmungen sind je Abgeordnetem dokumentiert. Bei Abstimmungen per Handzeichen (etwa über den Linken-Antrag 21/5824 am 8. Oktober 2026) hält das Plenarprotokoll nur das Verhalten der Fraktionen fest. Wie Stimmen gewertet werden.
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