STAND 8. OKTOBER 2026 · KABINETT 6. JULI: HALTEFRIST SOLL AB 1.1.2027 FALLEN · REFERENTENENTWURF SEIT 2.10. VERÖFFENTLICHT, KABINETT AM 14. OKTOBER VORGESEHEN: STICHTAG 31.12.2026, ALTBESTÄNDE BLEIBEN IM ALTEN REGIME · HAUSHALT 2027 IM AUSSCHUSS, SCHLUSSABSTIMMUNG ENDE NOVEMBER · BUNDESTAG LEHNT AM 8. OKTOBER GRÜNEN-ENTWURF ZUR ABSCHAFFUNG DER HALTEFRIST MIT 445 ZU 132 STIMMEN AB · PETITION 201716: ÖFFENTLICHE ANHÖRUNG IM PETITIONSAUSSCHUSS AM 12. OKTOBER, 12 UHR, LIVE AUF BUNDESTAG.DE · FAX ZURÜCK

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Fritz Güntzler

CDU/CSU · Direktmandat 8Frist-Verteidigung

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★ Position zur Krypto-Haltefrist

★ Eigene Aussagen belegt. Position zur Frist: Frist-Verteidigung (8 / 10, Median über 6 Quellen (Spanne 7–8 über alle Aussagen); 7 Zitate aus 6 Quellen).

2026-10-08 · REDE · Wertung 7/10
„Wir können natürlich nicht, wenn wir von einer Gerechtigkeitslücke ausgehen, eine nächste Gerechtigkeitslücke schaffen. […] Wir müssen aber sehen, dass Edelmetalle, Fremdwährungsgeschäfte etc. weiter im Spekulationsbereich sind. Da muss man einfach gucken, ob es nicht eine neue Gerechtigkeitslücke gäbe, wenn wir dieses machen. Und das müssen wir einfach mal diskutieren.“
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Rede in der Debatte Steuerpolitik (99. Sitzung, Tagesordnungspunkt 8, 8. Oktober 2026) vor den Abstimmungen über den Grünen-Gesetzentwurf 21/5752 und den Linken-Antrag 21/5824, Wortlaut nach dem Bericht von Blocktrainer (Tristan, 8. Oktober 2026, 18:50 Uhr); das Plenarprotokoll 21/99 lag am Abend noch nicht vor. Güntzler (finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion) hält der Forderung nach dem Schließen einer „Gerechtigkeitslücke“ die Systematik des §23 EStG entgegen: Edelmetalle und Fremdwährungsgeschäfte blieben im Spekulationsbereich, eine isolierte Streichung der Frist für Kryptowerte schaffe eine neue Ungleichbehandlung. Zugleich spricht er von einer Diskussion, die geführt werden müsse; Blocktrainer liest das als skeptisch, ohne dass er eine Zustimmung seiner Fraktion zum Regierungsentwurf ausschließt. Wertung 7 (Systematik-Argument für den Erhalt), weicher als seine Festlegungen von Mai bis Juli (Wert 8). Die CDU/CSU-Fraktion stimmte anschließend geschlossen gegen den Grünen-Entwurf.

Quelle: https://www.blocktrainer.de/blog/bundestag-debattiert-ueber-die-abschaffung-der-haltefrist-vorschlaege-von-den-gruenen-und-linken-abgelehnt

2026-07-31 · INTERVIEW · Wertung 8/10
„Dass ausgerechnet das SPD-geführte Finanzministerium die Steuern für Daytrader & Krypto-Spekulanten bei unterjährigen Veräußerungen senken will, ist schon bemerkenswert. [...] Das kann man machen – dann sollte man es aber nicht als große Gerechtigkeitsreform verkaufen.“

Namentliche Stellungnahme gegenüber der F.A.Z. (Manfred Schäfers: Lars Klingbeils Kryptosteuer. Was plant der SPD-Minister?, online 31.07.2026, frei zugänglich; Druckausgabe 01.08.2026, S. 19), erstmals unter eigenem Namen nach dem Kabinettsbeschluss. Damit ist die bisher nur über die Sprecherrolle laufende Zuordnung der Statements vom 10.07. (BTC-ECHO-Plus) und 16.07.2026 (Antwortbaukasten-Screenshot) bestätigt; die Kernsätze (kein Privileg / Gold-Kunst-Oldtimer, Krypto ist nicht gleich Krypto, handwerklich dünn, BVerfG-Folgerichtigkeit, Zweifel an Mehreinnahmen, Prüfmaßstab einfach/folgerichtig/vollziehbar/innovationsfreundlich) wiederholt er dort nahezu wortgleich. Neu: Mangels Gesetzesentwurf habe die Fraktion noch viele Fragen. Wertung 8 konsistent (aktive Verteidigung der Frist, Prüfvorbehalt beim ausstehenden Entwurf).

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/lars-klingbeils-kryptosteuer-was-plant-der-spd-minister-accg-201072223.html

2026-07-16 · PRESSEAUSSAGE · Wertung 8/10
„Die einjährige Haltefrist bei Kryptowerten ist kein Privileg, sondern Teil der Systematik privater Veräußerungsgeschäfte. Wer sie abschaffen will, muss sauber erklären, warum Bitcoin anders behandelt werden soll als Gold, Kunst oder Oldtimer.“
„Verfassungsrechtlich zweifelhaft sind die Pläne, weil die reine Erzielung von Mehreinnahmen laut Bundesverfassungsgericht gerade nicht ausreicht, um eine punktuelle Abweichung von einer folgerichtigen steuerlichen Systementscheidung zu rechtfertigen – zumal unwahrscheinlich ist, dass es dabei zu Mehreinnahmen kommt.“

Statement des finanzpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion nach dem Kabinettsbeschluss vom 06.07.2026, dokumentiert als Screenshot im Blocktrainer-X-Post vom 16.07.2026 (Teil des Fraktions-Antwortbaukastens an Bürger und Redaktionen). Der Screenshot nennt keinen Namen; die Zuordnung folgt der Funktionsbezeichnung. Weitere Kernsätze: Die Pläne senkten ausgerechnet für Daytrader und Spitzenverdiener den Steuersatz von bis zu 45 auf 25 Prozent und sollten nicht als große Gerechtigkeitsreform verkauft werden; eine pauschale Regelung nach dem Motto 'alles Krypto ist Kapitalvermögen' wäre handwerklich dünn; mangels Referentenentwurf seien Übergangsregeln, Verlustverrechnung und Bagatellgrenzen für Kleinanleger ungeklärt. Aktive öffentliche Verteidigung der Frist mit Prüfvorbehalt beim ausstehenden Entwurf (Maßstab: einfach, folgerichtig, vollziehbar, innovationsfreundlich).

Quelle: https://x.com/blocktrainer/status/2077742128650760495

2026-07-10 · INTERVIEW · Wertung 8/10
„Dass ausgerechnet das SPD-geführte Finanzministerium die Steuern für Daytrader & Krypto-Spekulanten bei unterjährigen Veräußerungen senken will, ist schon bemerkenswert. [...] Das kann man machen, dann sollte man es aber nicht als große Gerechtigkeitsreform verkaufen.“
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Erste ausführliche Stellungnahme nach dem Kabinettsbeschluss, auf Anfrage von BTC-ECHO (Plus-Artikel vom 10.07.2026, Dominic Döllel; Volltext ausgewertet, zuvor war nur die freie Ankündigung greifbar). Der Artikel nennt nur die Funktion (dort finanzpolitischer Sprecher der CDU, ohne Fraktions-Zusatz), keinen Namen; Zuordnung wie bei den Aussagen vom 16.07. über die Sprecherrolle (Güntzler ist finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion). Die übrigen Kernsätze decken sich nahezu wortgleich mit dem am 16.07. publik gewordenen Antwortbaukasten (kein Privileg / Gold-Kunst-Oldtimer, handwerklich dünn, BVerfG-Folgerichtigkeit, Zweifel an Mehreinnahmen). Über den Baukasten hinaus differenziert er: 'Krypto ist nicht gleich Krypto: Bitcoin, Stablecoins, tokenisierte Wertpapiere, NFT oder DeFi-Erträge sind wirtschaftlich sehr unterschiedliche Dinge.' Darüber hinaus benennt er offene Fragen zu Verlustverrechnung und Bagatellgrenzen für Kleinanleger, macht die inhaltliche Bewertung von der Vorlage eines Gesetzentwurfs abhängig und nennt als Prüfmaßstab der Fraktion einfach, folgerichtig, vollziehbar und innovationsfreundlich. Wertung 8 konsistent (aktive Verteidigung der Frist mit Prüfvorbehalt beim ausstehenden Entwurf).

Quelle: https://www.btc-echo.de/news/bitcoin-haltefrist-vor-dem-aus-cdu-geht-auf-konfrontation-mit-klingbeil-233904/

2026-06-13 · INTERVIEW · Wertung 8/10
„Wir sind nach wie vor der Auffassung, man muss die Dinge konsistent regeln im Steuerrecht. Wir haben die Spekulationsfrist-Gewinnfreiheit bei Gold, wir haben sie bei Fremdwährungsgeschäften, und da sehen wir die Kryptowährung angesiedelt, weniger bei den Aktien. Von daher halten wir es systematisch für richtig, wie es derzeit läuft. Nach derzeitigem Kenntnisstand gehe ich davon aus, dass es der Gesetzesänderung nicht bedarf.“

O-Ton im ZDFheute-Format „politiX" (Hauptstadtkorrespondent Daniel Pontzen) vom 13.06.2026 zur geplanten Krypto-Besteuerung. Güntzler (Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion) bekräftigt die systematische Einordnung der Kryptowerte bei Gold und Fremdwährungen, nennt die geltende Regelung „systematisch für richtig" und sieht nach derzeitigem Kenntnisstand keinen Bedarf für eine Gesetzesänderung. Ergänzendes Argument: Eine Steuerpflicht erzwänge die volle Abziehbarkeit der Verluste, was bei der hohen Volatilität haushaltspolitische Risiken berge. Bestätigt und aktualisiert die aw-Antwort vom 19.05.2026; Wertung bleibt 8 (aktive Selbstverpflichtung als finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion).

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=FCZgh9NQrzE

2026-05-19 · ABGEORDNETENWATCH-ANTWORT · Wertung 8/10
„Aus Sicht der CDU/CSU-Bundestagsfraktion besteht daher kein Anlass, an der bewährten Regelung etwas zu ändern. Ich werde mich – auch in meiner Funktion als finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion und Mitglied des Finanzausschusses – im weiteren parlamentarischen Verfahren dafür einsetzen, dass die systematischen Argumente Gehör finden.“

Antwort auf Bürgerfrage vom 09.05.2026 zu Klingbeils Eckwertebeschluss vom 29.04.2026. Güntzler argumentiert ausführlich mit dem systematischen Gleichklang zu Gold und Fremdwährungsgeschäften, verweist auf BFH-Urteil IX R 3/22 vom 14.02.2023 sowie das BMF-Schreiben vom 06.03.2025 und stellt fest: 'Eine Verschärfung der Krypto-Besteuerung ist im Koalitionsvertrag nicht vereinbart.' Eine abschließende Bewertung des Abstimmungsverhaltens im Finanzausschuss macht er von der Vorlage eines konkreten Regelungstexts abhängig (Etatreife Anfang Juli 2026).

Quelle: https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/fritz-guentzler/fragen-antworten/wer-bitcoin-ein-jahr-haelt-ist-heute-steuerfrei-wie-bei-gold-finanzminister-klingbeil-will-diese-haltefrist

2025-12-05 · FRAKTIONSLINIE CDU/CSU · REDE · Wertung des Dokuments 7/10
„Wir setzen uns als CDU/CSU hier beispielsweise weiterhin klar für die Beibehaltung der Einjahresfrist für steuerfreie Gewinne ein.“
Einordnung lesen (1405 Zeichen)

CDU/CSU-Hauptredner Lukas Krieger in der Plenardebatte am 05.12.2025 (PlPr 21/48) zum AfD-Antrag 21/2301: Die Union lehnt den Antrag ab, bekräftigt aber die Einjahresfrist; Berichterstatter Olav Gutting hat das bestätigt (BTC-ECHO 13.03.2026). Die Rede stammt aus der Zeit vor dem Eckwertebeschluss vom 29.04.2026, mit dem Bundesfinanzminister Klingbeil (SPD) die Abschaffung der Haltefrist angekündigt hat; die CDU/CSU hat im Kabinett zugestimmt. Stand 2. Oktober 2026 gibt es Fraktionsstatements vom Mai und August 2026 gegen die Abschaffung, aber keinen Fraktionsbeschluss zum Referentenentwurf. Belege: das Bürgerkontakt-Schreiben der Fraktion vom 06.05.2026 (veröffentlicht von Blocktrainer am 07.05.2026, ohne MdB-Unterschrift: blocktrainer.de ↗), die Stellungnahme der Fraktion an BTC-ECHO vom 08.05.2026 („kein Anlass, an der bewährten Regelung etwas zu ändern“: btc-echo.de ↗) und das Pressestatement der Fraktion gegenüber BTC-ECHO vom 28.08.2026 (die Frist sei „kein Privileg, sondern Teil der Systematik privater Veräußerungsgeschäfte“: btc-echo.de ↗). Zum Referentenentwurf vom 30.09.2026 hat sich die Fraktion als solche bisher nicht geäußert.

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btp/21/21048.pdf · Archiv

★ Namentliche Abstimmungen zur Haltefrist

  • 8. Oktober 2026 · Grünen-Entwurf 21/5752: Haltefrist für Kryptowerte abschaffen: Nein (gegen den Grünen-Entwurf; sagt für sich nichts über die Haltung zur Frist, denn die SPD will die Abgeltungsteuer statt des persönlichen Steuersatzes, CDU/CSU und AfD wollen den Erhalt der Frist)
    Ergebnis: 132 Ja, 445 Nein, 0 Enthaltungen, 53 nicht abgegeben. Ja: alle 76 anwesenden Grünen, alle 54 anwesenden Linken sowie die Fraktionslosen Sieghard Knodel und Stefan Seidler. Nein: alle 198 anwesenden Abgeordneten der CDU/CSU, 112 der SPD, 134 der AfD sowie der Fraktionslose Jan Wenzel Schmidt. Kein Abgeordneter stimmte gegen seine Fraktion, keine Enthaltungen; nicht abgegeben: 10 CDU/CSU, 8 SPD, 16 AfD, 9 Grüne, 10 Linke. Diese Stimme wird angezeigt, aber nicht gewertet.
    Quelle: bundestag.de (PDF) · XLSX

Nur namentliche Abstimmungen sind je Abgeordnetem dokumentiert. Bei Abstimmungen per Handzeichen (etwa über den Linken-Antrag 21/5824 am 8. Oktober 2026) hält das Plenarprotokoll nur das Verhalten der Fraktionen fest. Wie Stimmen gewertet werden.

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