Daniela Ludwig
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★ Position zur Krypto-Haltefrist
★ Eigene Aussage belegt. Position zur Frist: abwartend (6 / 10, Wert der Quelle; 1 Zitat aus 1 Quelle).
„Derzeit liegt uns noch kein Gesetzentwurf des Bundesministeriums der Finanzen zur Anpassung der Besteuerung von Kryptowährungen vor. Somit ist auch unklar, wie das BMF zum Beispiel mit Übergangsregeln, einer vernünftigen Verlustverrechnung und Bagatellgrenzen für Kleinanleger umgehen will, sollte dort eine Änderung erfolgen.“
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Vollständige Antwort vom 22.09.2026 auf die abgeordnetenwatch.de-Frage von Florian H. vom 07.08.2026, wie sie und ihre Partei zur geplanten Besteuerung von Kryptogewinnen auch nach der Haltefrist stehen und ob sie den Vorschlag von Finanzminister Klingbeil zur Abschaffung der Haltefrist unterstützen. Ludwig (CSU, Parl. Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern) beantwortet die Frage nach ihrer eigenen Haltung nicht: Es liege noch kein Gesetzentwurf des BMF vor, offen seien Übergangsregeln, Verlustverrechnung und Bagatellgrenzen für Kleinanleger. Den seit dem 8. September 2026 durch WELT und SPIEGEL bekannten Referentenentwurf von Mitte August (Stichtag 31.12.2026, Abgeltungsteuer) erwähnt sie nicht; die drei genannten offenen Punkte decken sich mit den Kritikpunkten, die Steuerfachleute und Verbände an diesem Entwurf vorgebracht haben. Weder das Systematik-Argument des Unions-Antwortbaukastens noch der Koalitionsvertrag kommen vor. Wertung 6 (abwartend), analog zu den Nicht-Antworten Frei (12.05.2026) und Ploß (06.07.2026); die offenen Punkte deuten auf Prüfvorbehalt, nicht auf eine Festlegung.
Quelle: https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/daniela-ludwig/fragen-antworten/wie-stehen-sie-und-ihre-partei-zur-abschaffung-der-kyptohaltefrist · Archiv
„Wir setzen uns als CDU/CSU hier beispielsweise weiterhin klar für die Beibehaltung der Einjahresfrist für steuerfreie Gewinne ein.“
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CDU/CSU-Hauptredner Lukas Krieger in der Plenardebatte am 05.12.2025 (PlPr 21/48) zum AfD-Antrag 21/2301: Die Union lehnt den Antrag ab, bekräftigt aber die Einjahresfrist; Berichterstatter Olav Gutting hat das bestätigt (BTC-ECHO 13.03.2026). Die Rede stammt aus der Zeit vor dem Eckwertebeschluss vom 29.04.2026, mit dem Bundesfinanzminister Klingbeil (SPD) die Abschaffung der Haltefrist angekündigt hat; die CDU/CSU hat im Kabinett zugestimmt. Stand 31. Oktober 2026 gibt es Fraktionsstatements vom Mai und August 2026 gegen die Abschaffung, aber keinen Fraktionsbeschluss zum Referentenentwurf. Belege: das Bürgerkontakt-Schreiben der Fraktion vom 06.05.2026 (veröffentlicht von Blocktrainer am 07.05.2026, ohne MdB-Unterschrift: blocktrainer.de ↗), die Stellungnahme der Fraktion an BTC-ECHO vom 08.05.2026 („kein Anlass, an der bewährten Regelung etwas zu ändern“: btc-echo.de ↗) und das Pressestatement der Fraktion gegenüber BTC-ECHO vom 28.08.2026 (die Frist sei „kein Privileg, sondern Teil der Systematik privater Veräußerungsgeschäfte“: btc-echo.de ↗). Zum Referentenentwurf vom 30.09.2026 hat sich die Fraktion als solche bisher nicht geäußert; einzelne Finanzpolitiker schon: Georg Günther am 06.10.2026 in der Börsen-Zeitung („für die Union“), Heiko Hain am 08.10.2026 zu Protokoll, Olav Gutting am 27.10.2026 mit der Ankündigung, den Entwurf im Bundestag abzulehnen.
Quelle: https://dserver.bundestag.de/btp/21/21048.pdf · Archiv
★ Namentliche Abstimmungen zur Haltefrist
- 8. Oktober 2026 · Grünen-Entwurf 21/5752: Haltefrist für Kryptowerte abschaffen: Nein (gegen den Grünen-Entwurf; sagt für sich nichts über die Haltung zur Frist, denn die SPD will die Abgeltungsteuer statt des persönlichen Steuersatzes, CDU/CSU und AfD wollen den Erhalt der Frist)
Ergebnis: 132 Ja, 445 Nein, 0 Enthaltungen, 53 nicht abgegeben. Ja: alle 76 anwesenden Grünen, alle 54 anwesenden Linken sowie die Fraktionslosen Sieghard Knodel und Stefan Seidler. Nein: alle 198 anwesenden Abgeordneten der CDU/CSU, 112 der SPD, 134 der AfD sowie der Fraktionslose Jan Wenzel Schmidt. Kein Abgeordneter stimmte gegen seine Fraktion, keine Enthaltungen; nicht abgegeben: 10 CDU/CSU, 8 SPD, 16 AfD, 9 Grüne, 10 Linke. Diese Stimme wird angezeigt, aber nicht gewertet.
Quelle: bundestag.de (PDF) · XLSX · Archiv · Plenarprotokoll · abgeordnetenwatch.de
Nur namentliche Abstimmungen sind je Abgeordnetem dokumentiert. Bei Abstimmungen per Handzeichen (etwa über den Linken-Antrag 21/5824 am 8. Oktober 2026) hält das Plenarprotokoll nur das Verhalten der Fraktionen fest. Wie Stimmen gewertet werden.
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